Neues Gedicht von mir.

  • Ja, was soll man schon großartig sagen. Ich weiß garnicht, wie ichs selbst finde.


    Deine Liebe ist wie ein Sumpf.
    Dich zu gewinnen ein Triumph.
    Ich dachte ich versinke nicht
    verlor auf das Leben jede Sicht.


    Der Fehler dass ich dich mied,
    ist nun Grund für den Abschied.
    Dich zu lieben war meine Rolle
    und nun verlier ich die Kontrolle.


    Ich verlor ein Teil meiner Existenz
    in dem Kampf gegen meine Präsenz.
    Nun, das ist das Ende unserer Zeit
    doch auch das Ende aller Heiterkeit.


    Sollte ich was machen ,tat ichs gern.
    Doch wie ich dich liebte, starb unser Stern.
    Er ging auf, entfachte unser Feuer.
    Ich weiß - es kommt kein neuer.

  • Sry @~Weltall~...
    Aber ich weiß gar nicht, wie ich sagen soll :o
    Dein Gedicht drückt für mich fast eine Art Ironie aus. Man liest zwar das Thema heraus, eine gebrochene, unersetzbare Liebe, aber die Melodie des Gedichtes scheint dies fast ins .... ich will es gar nicht sagen, sarkastische, ja karikaturistische ziehen.


    Oh Mann... ich hoffe ich trete dir damit nicht auf die Füße... Aber der Sumpf, das Versmaß, Das Reimschema und die Bilder (Sumpf, Trumpf...)
    Ich bin wie geschockt. Es scheint eine Art Verdrängung zu sein oh Gott wenn ich dich jetzt verletze mit meiner Ansicht :
    Es tut mir sehr Leid! :/

  • Schön *_* :D


    Mir gehts aber ähnlich wie Erza, wenn auch mit einem Unterschied. Ich find weniger dass es sarkastisch klingt als nach jemandem, der eine Person mit der Essenz seines Ichs geliebt hat und sie jetzt verloren hat, eher Verbitterung und unterdrückte Wut, wie auch Trauer, meine ich aus dem Gedicht rauszulesen. Wie auch immer, gefällt mir super gut, schön gemacht :3

  • Erza, es gibt etwas das nennt sich stilistische Mittel. Es ist schon so gewollt, dass es ein wenig ironisch rüberkommt. Grund dafür ist, dass es ein Gedicht ist welches ich vor einiger Zeit geschrieben habe und jetzt so überarbeitet habe dass es nicht mehr ganz so ernst wie das original ist, weil das schon fast wehleidig war. Ich hab ja auch geschrieben,dass ich nicht wirklich weiß wie ichs selbst finde. Es ist eher eine Parodie auf mich selbst, als ein ernst gemeintes trauriges Gedicht. Verletzen tut mich das nicht aber es ist eher dazu da, dass ich mit der Vergangenheit abschließe und ich wollte das einfach irgendwo zeigen. Ist ok. Ich hoffe ich hab das jetzt halbwegs verständlich ausgedrückt haha ^^ Zwar wollte ich nicht ,dass es sooo ironisch ist, aber gut. Es war schon noch ernst gemeint >->


    Krümel, danke sehr ^-^ ja ,das war die Grundintention auch wenn es alles ein wenig übertrieben ist :D Aber danke :D


  • Für meinen Geschmack ist es ein bißchen zu kitschig in der Ausdrucksweise aber finds nicht schlecht.
    Ich kenne mich jetzt nicht so mit Gedichten aus aber schreibe manchmal Songtexte und mir ist aufgefallen
    das du manchmal eine etwas seltsame Silben und Zeilenlänge hast die es etwas schwierig macht das Gedicht zu lesen.


    Als Bsp.


    Ich dach-te ich ver-sin-ke nicht
    ver-lor auf das Le-ben je-de Sicht.


    Das "Verlor" kommt etwas gestolpert durch die nicht zusammenspielende silbenlänge beider Zeilen.


    Hoffe du konntest davon jetzt was abgewinnen xD

  • Ich muss sagen, ich bin von den Reimen schwer angetan oO Ich habe selten - WIRKLICH selten und das nicht nur im Bereich der Foren, sondern auch in wirklich ganz echten Büchern! xD - solche Reime gesehen. Und dabei klingen sie nicht einmal abgehackt. Meine Top 3 sind Sumpf auf Triumph, Existenz auf Präsenz und Feuer auf neuer (letzter ist vielleicht kein besonders ausgefallener, aber ich bin überrascht, wie leichtfüßig und... NATÜRLICH der Reim daherkommt. Es klingt einfach null erzwungen!).


    Ich mag das Gedicht. Es ist solide. Besonders selbstironisch finde ich es jetzt beim ersten Lesen nicht. Ich mag es wirklich.



    Die Metrik ist wirklich etwas holprig, das liegt aber eigentlich nicht am "verlor" selbst (selber Auftakt wie in der Zeile davor), sondern wahrscheinlich eher durch die Zeile danach. Ich habs mal analysiert (X = betonte Silbe, x = unbetonte Silbe)


    Deine Liebe ist wie ein Sumpf. -> XxXxXxxX (Trochäus mit Unregelmäßigkeit im vierten Versfuß)
    Dich zu gewinnen ein Triumph. -> xXxXxXxX (alternierend zum Iambus (wenn man das "zu" betont)
    Ich dachte ich versinke nicht -> xXxXxXxX (sauberer Iambus.)
    verlor auf das Leben jede Sicht. -> xXxxXxXxX (Iambus mit Unregelmäßigkeit im zweiten Versfuß (eine unbetonte Silbe "zu viel"))


    Der Fehler dass ich dich mied, -> xXxxXxX (Iambus, Unregelmäßigkeit im zweiten Versfuß (unbetonte Silbe "zu viel"))
    ist nun Grund für den Abschied. -> XxXxxXx (alternierend zum Trochäus, Unregelmäßigkeit im dritten Versfuß (unbetonte Silbe "zu viel"))
    Dich zu lieben war meine Rolle -> XxXxxXxXx (Trochäus, Unregelmäßigkeit im dritten Versfuß)
    und nun verlier ich die Kontrolle. -> xXxXxXxXx (alternierend zum sauberen Iambus)


    Ich verlor ein Teil meiner Existenz -> XxXxXXxXxX (alternierend zum Trochäus, Unregelmäßigkeit + Grammatikfehler -> einen, Akkusativ Singular)
    in dem Kampf gegen meine Präsenz. -> XxXXxXxXx (Trochäus, Unregelmäßigkeit im zweiten Versfuß (eine unbetonte Silbe "zu wenig"))
    Nun, das ist das Ende unserer Zeit -> XxXxXxXxxX (Trochäus mit einem kleinen Daktylus drin :D)
    doch auch das Ende aller Heiterkeit. -> xXxXxXxXxX (alternierend zum sauberen Iambus)


    Sollte ich was machen ,tat ichs gern. -> XxXxXxXxX (sauberer Iambus)
    Doch wie ich dich liebte, starb unser Stern. -> xXxXxXxXxX (sauberer Iambus, wenn man bei "liebte" die zweite Silbe betont, was rein technisch geht, wenn man den Fall des Präteritums betont, nämlich nicht, dass es sich um Liebe handelt, sondern dass die Liebe vergangen ist. Versteht man, was ich meine? xD)
    Er ging auf, entfachte unser Feuer. -> XxXxXxXxXx (alternierend zum sauberen Trochäus, klingt aber irgendwie holprig... Vielleicht wegen der Zäsur beim Komma, das unterbricht den Versfuß etwas)
    Ich weiß - es kommt kein neuer. -> xXxXxXx (alternierend zum sauberen Iambus)



    Das klingt erst einmal alles kritisch, wenn man die Anzahl der alternierenden Verse (Wechsel der Rhythmen) und der Unregelmäßigkeiten so sieht. Aber um ehrlich zu sein, fiel das beim Lesen eher weniger auf. Dadurch, dass so viele Wechsel drin sind, hat man das Gedicht nämlich nicht allein im Rhythmus gelesen - ich jedenfalls nicht. Und das hat dafür gesorgt, dass ich es langsam und mit Bedacht gelesen habe. Zumal ich eh so geflasht war von den Reimen, dass das Metrum Nebensache war xD
    Wie gesagt: Solide. Und ich mag es ^^