Qualität der Spiele! Sind wir alle Beta Tester?

  • Ein Thema, welches mich schon länger beschäftigt!


    Mir geht es um die Frage, hat die Qualität der Spiele, egal ob PC oder Videospiele, im Laufe der Zeit abgenommen? Sind wir alle nun gezwundernermaßen Beta-Tester?


    Heutzutage kommen mir sehr viele Spiele unvollständig vor. Sei es durch fehlende Inhalte oder massenweise Bugs oder Glitches. Und das Ganze zum Vollpreis! Einige Spiele sind mehr als 40 GB groß und erfordern dennoch oftmals Patches, die insgesamt fast genausoviel Festplattenkapazität fressen wie das Spiel ansich. Ein Beispiel ist z.b Doom (bezogen auf die PS4, bitte erwähnen, falls es bei PC oder anderen Plattformen genauso ist). Als ich mal eine lange Zeit nicht gepatcht habe, hat sich das auf satte 30 GB angesammelt! Ich wollte nur Bugs fixen und nicht das Spiel nochmal downloaden! HEFTIG!!!

    Desweiteren fehlen bei einigen Spielen gewisse Features. Sei es Online Anbindung, sei es der Foto Modus oder andere Features. Eben diese Features hätte man gleich mit integrieren können anstatt sie per Patches nachzureichen. Sowas erweckt für mich den Eindruck, man bekommt nur ein halbes Spiel zum Vollpreis von meist 60-70 Euro. Ja ich weiß, Zeitdruck und sowas.


    Das andere sind die Qualitätseinbußen! Viele der Spiele haben gravierende Bugs, die teilweise Speiderstände zerstören. Ein Beispiel ist z.b das aktuell erschienene Knack 2. Viele Spieler beklagen sich über Bugs, die nicht nur Speicherstände zerstören, sondern die auch die Videosequenzen nicht abspielen. Mir selbst ist das auch passiert, zumindest das mit den nicht gezeigten Videosequenzen.

    Klar kann man jetzt sagen "ja die Patches abwarten dann ist es gefixt". Da ist aber das große ABER!


    Es gibt heute immernoch Leute, die entweder gar kein Internet haben (ich z.b hatte nie Internet an der Konsole und wollte es auch nicht musste es aber gezwungenermaßen einrichten), oder aber die eine sehr lahme Verbindung haben. Da umfassende Patches meist eine größe zwischen 5 und 15 GB haben, je nach Spiel auch weniger oder mehr, muss man alleine mit dem Download schon etliche Stunden verbringen.


    Selbst wenn es Downloadmöglichkeit gibt, so etwas muss doch nicht sein!


    Auch wenn jetzt Kritik kommen mag, ja ich fange damit an: Früher war alles besser!


    Zumindest auf mich macht es den Eindruck, dass die Qualitätskontrolle früher bedeutend besser war. Damals war das Internet noch nicht so weit verbreitet um Patches zum Download anzubieten. Also hat man sich "mehr Mühe" gegeben, da es noch keinen Weg gab um Fehler auf dem Online-Weg zu bügeln.


    Ja natürlich gab es auch früher mal Bugs. Ja es gab auch Spiele die von Bugs nur so voll waren. Doch die hat man dann eben gemieden. Doch mein Eindruck ist, dass es so extrem wie heute damals nicht gewesen ist. Fast jedes "große" Spiel namhafter Publisher bzw. Entwickler braucht massig Patches. Angefangen bei Version 1.0 und am Ende bei Version 1.20. Das macht nicht gerade einen tollen Eindruck. Und im Update Verlauf ist sehr oft zu lesen "Fehlerkorrekturen, Bug-Fixes oder Performance Verbesserung".


    Mir ist auch aufgefallen, dass gerade kleine Entwickler mehr Herzblut ins Spiel stecken und sich Mühe geben um ein Spiel Bugfrei zu bekommen, als die ganz Großen. Klar kommen auch da mal Bugs vor, aber bei weitem nicht so viele. Ein maximal zwei Patches und fertig. Dabei braucht man diese nicht zwingend, da die Bugs kaum auffallen oder selten vorkommen.


    Ich spiele Spiele immer erst komplett ungepatcht durch, also bei Version 1.0. Und erst danach patche ich. Weil ich wissen will, ob das Spiel auch ohne Patches spielbar ist.


    Es geht mir auch vorrangig um diejenigen, die kein Internet oder sehr lahmes haben. Ja die gibt es! Die stehen am Ende natürlich dumm da. Klar wird es irgendwann keine optischen Datenträger und oder Speicherkarten mehr geben (was ich schade fände, aber das ist ein anderes Thema). Aber selbst dann ist es einfach nur traurig, wenn man erstmal nur ein halbfertiges Spiel bekommt.

    Nimmt die Qualität ab, weil es ja Internet gibt?


    Meine konkrete Frage also: Wo ist die Qualitätskontrolle? Werden Spiele heute nur noch wegen dem Zeitdruck in der Beta-Phase auf den Markt gebracht, damit die Spieler vorhandene Glitches oder Bugs melden um kosten zu sparen? Oder liegt es einfach an der Unfähigkeit?


    Was haltet ihr davon? Sehr ihr das genauso, oder stimmt ihr mir da nicht zu?


  • Ja ich verstehe dich voll und ganz. Ich habe auch immer wieder mal Probleme mit meiner Internet Leitung.

    Als ich bei meinen alten Internet Anbieter einen Patch downloaden wollte, stand da tatsächlich X TAGE.


    Ja ich sehe auch, früher nach den Relase ein paar Patches und jetzt bei manchen Spielen jedenfalls andauernd. Die Größe sind meist 1gb und mehr.


    Leute mit einer Kack Internet Leitung wie ich sie habe, sind echt Übel dran.

  • Generell bin ich geneigt dir zuzustimmen, besonders was das langsame Internet angeht, denn da bin ich auch betroffen. Einer der Gründe, weshalb ich immer noch ein großer Freund von Retail-Versionen bin, auch wenn man bei Download-Versionen oft jede Menge sparen kann. Aber wenn ich dann erstmal tagelang etwas runterladen muss, weil man 60 GB Spiel + DLC + Patches braucht, dann ist das schon eher nervig als nützlich...


    Jetzt kommt aber das große Aber: Spiele haben sich einfach enorm weiterentwickelt. Ja, früher waren die meisten Spiele bugfreier. Aber früher passte ein Spiel auch auf eine Diskette bzw. eine normale CD, inzwischen werden doppellagige Blu-rays mit Spielen gefüllt und es müssen immer noch zusätzliche Sachen extern installiert werden, um das komplette Spiel zu haben. Damals hatten die Spiele auch eine Spielzeit von 10 Stunden Maximum, heute verbringst du selbst in den kleinsten AAA-Spielen schon locker 60 Stunden, gerne mehr. Da ist es ja kein Wunder, dass da viel mehr Möglichkeiten gegeben sind, wo sich Fehler einschleichen können. Zumal viele Fehler in einer Simulation auch gar nicht bemerkt werden können, weil da auch niemand auf die Idee kommt, jede einzelne Bewegung mit jeder einzelnen Kombination von Ausrüstungen und Techniken etc. durchzuführen. Sowas merkt man eben erst im Spiel selbst und die Zeit, dass die Entwickler ihre Spiele vorher erst einmal komplett durchzocken, ist nun wirklich nicht da.


    Außerdem ist ja auch ein viel größerer Druck da. Guck dir das doch mal früher an, da hattest du vielleicht 5 neue Spiele im Jahr für eine Konsole. Ich weiß noch, dass es damals zum Super Nintendo immer ein neues Spiel für die Sommerferien und eines zu Weihnachten gab. Und da zählten dann auch noch Third Party Sachen mit dazu. Heute erwartet man doch irgendwie, dass jedes Jahr ein neues Mario, ein neues Zelda, ein neues Assassin's Creed, etc. erscheint. Und beschwert sich dann, wenn diese Spiele wenig Neues bieten, die gleichen Engines wie die Vorgänger nutzen und noch nicht richtig ausgereift sind.


    Mein persönliches Fazit wäre also: Ja, es ist mehr geworden mit den Bugs und Patches und allem drumherum. Allerdings ist es auch sehr nachvollziehbar, warum das so ist. Und bei sehr vielen Spielen gibt es Day One Patches, die die größten Fehler ja schon von vornherein ausmerzen, sodass die Spiele zumindest normal spielbar sind.


    Und wie immer gilt: Wenn man etwas wirklich gar nicht leiden kann, sollte man es nicht unterstützen. Unspielbare, halb fertige Spiele einfach nicht kaufen und floppen lassen. Destiny 1 (vor den ganzen Erweiterungen), Mass Effect Andromeda und Co. haben bewiesen, dass der Käufer am Ende trotz allem noch die oberste Entscheidungsgewalt hat.

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  • Inu


    Damals hatten die Spiele auch eine Spielzeit von 10 Stunden Maximum, heute verbringst du selbst in den kleinsten AAA-Spielen schon locker 60 Stunden, gerne mehr. Da ist es ja kein Wunder, dass da viel mehr Möglichkeiten gegeben sind, wo sich Fehler einschleichen können. Zumal viele Fehler in einer Simulation auch gar nicht bemerkt werden können, weil da auch niemand auf die Idee kommt, jede einzelne Bewegung mit jeder einzelnen Kombination von Ausrüstungen und Techniken etc. durchzuführen. Sowas merkt man eben erst im Spiel selbst und die Zeit, dass die Entwickler ihre Spiele vorher erst einmal komplett durchzocken, ist nun wirklich nicht da.


    Es kommt darauf an, welchen Zeitraum Du meinst. In den 90er Jahren gab es durchaus Spiele, die mehr als 10 Stunden in Anspruch nahmen. Beispiele sind da Final Fantasy, Secret of Mana, Secret of Evermore, Terranigma und andere diverse Titel der Art.


    Und ich denke, dass es Tester in der QA gibt, die das Spiel spielen um gerade auch Fehler zu finden. Das man nicht alles findet mag klar sein. Aber wenn in einem Spiel offentichtliche Fehler wie z.b Videosequenzen, die nicht abgespielt werden oder Bugs die Speicherstände zerstören sind, müsste das eigentlich auffallen. Auch ein gutes Beispiel ist Yooka Laylee. Ein tolles Spiel aber heftigst verbuggt. Selbst wenn es aus Crwodfunding entstanden ist und durch ehemalige (hoch angesehende) Rare Mitarbeiter gehandelt hat, darf es nicht passieren, dass man z.b den letzten Endgegner nur mit Patch besiegen kann.


    Es ist so, als spart man sich das Geld, da es ja zig tausende Spieler gibt, die zum Testen antreten sozusagen. Und genau das finde ich nicht gut. Immerhin kosten solche Spiele eine ganze Stange Geld.


    Außerdem ist ja auch ein viel größerer Druck da. Guck dir das doch mal früher an, da hattest du vielleicht 5 neue Spiele im Jahr für eine Konsole. Ich weiß noch, dass es damals zum Super Nintendo immer ein neues Spiel für die Sommerferien und eines zu Weihnachten gab. Und da zählten dann auch noch Third Party Sachen mit dazu. Heute erwartet man doch irgendwie, dass jedes Jahr ein neues Mario, ein neues Zelda, ein neues Assassin's Creed, etc. erscheint. Und beschwert sich dann, wenn diese Spiele wenig Neues bieten, die gleichen Engines wie die Vorgänger nutzen und noch nicht richtig ausgereift sind.


    Klar ist da ein Druck dabei. Und es gibt immer Leute die sich beschweren. Aber ein Spiel ist nunmal dann fertig, wenn es fertig ist. Allgemein halte ich nichts davon, wenn man ein Spiel früh ankündigt und sich selbst den Druck macht, es zu dem Termin zu schaffen und ggf. Leute zu verärgern, wenn es denn verschoben werden muss. Fände es besser, wenn man ein Spiel erst dann ankündigt (ich rede vom finalen Release Termin nicht von E3 Präsentationen), wenn man sich sicher ist, dass das Spiel Gold-Status hat. Man es gut geprüft hat auf eventuelle Fehler etc..


    Stell Dir mal vor, was los wäre, wenn Valve Half-Life 3 ankündigt. Das wäre die Hölle, da da viele drauf warten. Und Valve weiß das sicher. Würden die jetzt sagen, dass Spiel kommt Anfang 2018 und können den Termin nicht halten, glaube die Fans würden denen die Bude einrennen.


    Nja, seien wir mal ehrlich. Ich hab das Gefühl, dass heute allgemein eine Flaute ist. Damals hat man imemr was interessantes gefunden. Viele Dritt-Entwickler haben tolle Spiele entwickelt. Wenn ich dann sehe, wie immer mehr Tanzm Sport oder Simulation erscheint, oder irgendwelche billigen Umsetzungen, dann zeigt das schon wie sehr die Qualität heute abgenommen hat.


    Und ich z.b bin Jemand, der zuviel Neuigkeiten nicht gut findet. Das neue Zelda-Breath of the Wild z.b gefällt mir garnicht! Weil das für mich kein Zelda mehr ist eher ein Skyrim. Es gibt massig Beispiele, wo ehemals gute Spiele durch Neuerungen eher schlechter wurden. Aus z.b Jak&Dexter machte man ein Action Adventure (vormals eher Jump'n'Run. Aus Banjo Kazooie machte man ein Spiel wo man nur mit Autos rumfährt. Aus Prey machte man ein Lootspiel. Aus Zelda ein RPG etc.. Die Liste ist lang.


    Ich bin eher ein Fan davon, dass wenn man eine Spielidee entwickelt, man auch bei dem Konzept bleibt. Paar Neuerungen ok, aber zuviele machen es eher kaputt.

    Mein persönliches Fazit wäre also: Ja, es ist mehr geworden mit den Bugs und Patches und allem drumherum. Allerdings ist es auch sehr nachvollziehbar, warum das so ist. Und bei sehr vielen Spielen gibt es Day One Patches, die die größten Fehler ja schon von vornherein ausmerzen, sodass die Spiele zumindest normal spielbar sind.


    Gerade die Day One Patches sind mir ein Dorn im Auge. Ich meine Du bezahles 60-70 Euro für ein Spiel und musst erstmal die Patches downloaden um das Spiel (Bugfrei) spielbar zu machen. Das ist für mich ein Kritikpunkt an mangelnder Qualität. Ich rede hier nicht von kleinen Fischen, sondern wie oben erwähnt den offensichtlichen Bugs, die man definitiv sehen müsste.

    Und wie immer gilt: Wenn man etwas wirklich gar nicht leiden kann, sollte man es nicht unterstützen. Unspielbare, halb fertige Spiele einfach nicht kaufen und floppen lassen. Destiny 1 (vor den ganzen Erweiterungen), Mass Effect Andromeda und Co. haben bewiesen, dass der Käufer am Ende trotz allem noch die oberste Entscheidungsgewalt hat.


    Bist Dir sicher, dass sich was ändern würde?

  • Es kommt darauf an, welchen Zeitraum Du meinst. In den 90er Jahren gab es durchaus Spiele, die mehr als 10 Stunden in Anspruch nahmen. Beispiele sind da Final Fantasy, Secret of Mana, Secret of Evermore, Terranigma und andere diverse Titel der Art.

    Das sind nun aber eigentlich fast alles RPGs. Und die meisten von denen dauern nicht aufgrund ihres Umfangs so lange, sondern, dass man so viel trainieren muss, um die Gegner besiegen zu können. Ja, das gehört zu einem RPG nunmal dazu, aber das kann man ja auch nicht wirklich zählen. Dann müsste man bei einem Jump and Run auch die ganzen zusätzlichen Spielstunden für das Verpatzen von Leveln zählen.


    Selbst wenn es aus Crwodfunding entstanden ist und durch ehemalige (hoch angesehende) Rare Mitarbeiter gehandelt hat, darf es nicht passieren, dass man z.b den letzten Endgegner nur mit Patch besiegen kann.

    Da stimme ich dir vollkommen zu. Aber zum Beispiel bei Mighty Nr. 9 hat man gesehen, wie sehr sowas floppt, wenn es den Entwicklern egal ist. Inafune wird wahrscheinlich nie wieder ein großes Spiel entwickeln, weil er es sich jetzt nicht nur mit allen Publishern, sondern auch mit den Fans versaut hat. Bei Yooka Laylee steckte immerhin so viel Liebe in dem Projekt, dass sie noch mit Patches versucht haben zu retten, was, aus welchen Gründen auch immer, anfangs schief gelaufen war. Ich finde, da muss man die Unterschiede beachten.


    Fände es besser, wenn man ein Spiel erst dann ankündigt (ich rede vom finalen Release Termin nicht von E3 Präsentationen), wenn man sich sicher ist, dass das Spiel Gold-Status hat. Man es gut geprüft hat auf eventuelle Fehler etc..

    Das wäre natürlich eine gute Idee... aber wie umsetzbar wäre das heutzutage? Dann wird doch nur alles geleakt und man hat gar keine richtigen Ankündigungen mehr. Dann doch lieber die bisherige Methode, dass man Spiele schon vorher ankündigt und zur Not verschiebt. Da sollten die Fans einfach mal etwas ruhiger werden und nicht immer gleich halb ausrasten. Immerhin ist es ja im Sinne aller, dass das Spiel seinen bestmöglichen Status erreicht.


    (Als Kingdom Hearts Fan, der seit über 10 Jahren auf Teil 3 wartet, weiß ich, wovon ich spreche :cute3: )


    Nja, seien wir mal ehrlich. Ich hab das Gefühl, dass heute allgemein eine Flaute ist. Damals hat man imemr was interessantes gefunden. Viele Dritt-Entwickler haben tolle Spiele entwickelt. Wenn ich dann sehe, wie immer mehr Tanzm Sport oder Simulation erscheint, oder irgendwelche billigen Umsetzungen, dann zeigt das schon wie sehr die Qualität heute abgenommen hat.


    Und ich z.b bin Jemand, der zuviel Neuigkeiten nicht gut findet. Das neue Zelda-Breath of the Wild z.b gefällt mir garnicht! Weil das für mich kein Zelda mehr ist eher ein Skyrim. Es gibt massig Beispiele, wo ehemals gute Spiele durch Neuerungen eher schlechter wurden. Aus z.b Jak&Dexter machte man ein Action Adventure (vormals eher Jump'n'Run. Aus Banjo Kazooie machte man ein Spiel wo man nur mit Autos rumfährt. Aus Prey machte man ein Lootspiel. Aus Zelda ein RPG etc.. Die Liste ist lang.

    Das ist nun wiederum deine Ansicht. Ich persönlich fand und finde Breath of the Wild fantastisch, als eigenständiges Spiel und auch als Zelda-Titel. Das kann ja natürlich jeder anders sehen, aber irgendwann wird es ja für die Entwickler auch schwer, mit der Zeit zu gehen, aber sich trotzdem treu zu bleiben. Irgendwelche alten Elemente müssen im Laufe der Zeit immer verschwinden, selbst, wenn da bei vielen noch der Nostalgiefaktor groß ist.


    Und ich denke auch nicht, dass es allgemein weniger gute Spiele gibt. Im Gegenteil, der Markt ist total übersättigt. Ich habe noch so viele gute Spiele in meinem Regal, die ich alle noch nicht angefangen habe und es kommen immer wieder neue dazu.


    Gerade die Day One Patches sind mir ein Dorn im Auge. Ich meine Du bezahles 60-70 Euro für ein Spiel und musst erstmal die Patches downloaden um das Spiel (Bugfrei) spielbar zu machen. Das ist für mich ein Kritikpunkt an mangelnder Qualität. Ich rede hier nicht von kleinen Fischen, sondern wie oben erwähnt den offensichtlichen Bugs, die man definitiv sehen müsste.

    Aber wie willst du denn sonst dafür sorgen, dass die Spiele fertig auf den Markt kommen? Ein Day One Patch bedeutet ja nur, dass die Entwickler die Entwicklung abgeschlossen haben, dann alles weitergereicht haben (Soundtrack, Synchronfassung, Videosequenzen, Marketing, etc.) und in der Zeit dann noch nach Fehlern gesucht haben. Produktion der Datenträger, Marketing, Versand etc. dauern Wochen bis Monate, das Runterladen eines Day One Patches selbst mit der schlechtesten Internetverbindung nur Stunden. Da ist es klar, dass die Entwickler ihre Zeit noch bis zum letzten Moment ausnutzen wollen.


    Bist Dir sicher, dass sich was ändern würde?

    Das tut es ja schon. Nach dem Debakel mit Mass Effect Andromeda wurde bereits bekannt, dass die Pläne für ein weiteres Spiel von diesem Entwicklerteam auf Eis gelegt wurden und man stattdessen nach mal von grundauf an einem neuen Spiel arbeiten will. Nachdem Destiny 1 so gefloppt ist, hat man Destiny 2 quasi komplett überarbeitet und das bekommt jetzt überall von Kritikern und Fans gute Rezensionen. Nach ein paar gefloppten ACs hat sich Ubisoft entschieden, die Reihe auf einen zwei- bis dreijährlichen Rhythmus zu verlegen und alle scheinen von dem neuen Teil, der dieses Jahr (?) erscheint begeistert zu sein.


    Also ja: Es ändert sich etwas, wenn man nur als Käufer deutlich genug macht, dass man mit dem, was einem geboten wird, nicht zufrieden ist.

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  • Inu


    Das sind nun aber eigentlich fast alles RPGs. Und die meisten von denen dauern nicht aufgrund ihres Umfangs so lange, sondern, dass man so viel trainieren muss, um die Gegner besiegen zu können. Ja, das gehört zu einem RPG nunmal dazu, aber das kann man ja auch nicht wirklich zählen. Dann müsste man bei einem Jump and Run auch die ganzen zusätzlichen Spielstunden für das Verpatzen von Leveln zählen.


    Ja sicherlich, dass mag auch stimmen. Aber auch Mario Titel waren damals umfangreich. Super Mario 64 z.b wenn man alle Sterne sammelt, die oft gut versteckt waren. Oder Zelda-Ocarina of Time. Wenn man die Netto Spielzeit nimmt, ohne den 100%, dann ist es bestimmt unter 10 Stunden. Aber Final Fantasy ist auch oft sehr Storylastig (ich bin kein Fan von, aber hab schon oft von gehört), das glaub ich kaum das das unter 10 Stunden machbar ist, selbst wenn man nur dem Hauptweg folgt.


    Da stimme ich dir vollkommen zu. Aber zum Beispiel bei Mighty Nr. 9 hat man gesehen, wie sehr sowas floppt, wenn es den Entwicklern egal ist. Inafune wird wahrscheinlich nie wieder ein großes Spiel entwickeln, weil er es sich jetzt nicht nur mit allen Publishern, sondern auch mit den Fans versaut hat. Bei Yooka Laylee steckte immerhin so viel Liebe in dem Projekt, dass sie noch mit Patches versucht haben zu retten, was, aus welchen Gründen auch immer, anfangs schief gelaufen war. Ich finde, da muss man die Unterschiede beachten.


    Mighty No. 9 habe ich. Und das ist im vergleich zu den "original" Mega Man wirklich schlechter. Da hätte ich mir ein Mega Man gewünscht. Wenigstens haben die das durch die zwei Legacy Collections geradegebügelt. Hoffe die bringen auch die X Serie auf Disc.

    Ja, das hat man gemerkt. Yooka Laylee ist bunt, man hat was zu sammeln ist sehr toll gemacht. Aber leider sind da die Bugs. Gerade da verstehe ich es nicht, da Rare immer für Qualität stand. Das macht sehr traurig.


    Das wäre natürlich eine gute Idee... aber wie umsetzbar wäre das heutzutage? Dann wird doch nur alles geleakt und man hat gar keine richtigen Ankündigungen mehr. Dann doch lieber die bisherige Methode, dass man Spiele schon vorher ankündigt und zur Not verschiebt. Da sollten die Fans einfach mal etwas ruhiger werden und nicht immer gleich halb ausrasten. Immerhin ist es ja im Sinne aller, dass das Spiel seinen bestmöglichen Status erreicht.


    (Als Kingdom Hearts Fan, der seit über 10 Jahren auf Teil 3 wartet, weiß ich, wovon ich spreche ):cute3:


    Es kommt darauf an. Leaks lassen sich nunmal nicht verhindern. Aber indem man vielleicht einfach keinen Termin nennt. Weder einen Monat noch ein Jahr. Das nimmt den Druck von den Entwicklern.

    Und zudem ist eine Vorfreude auch nicht so toll, wenn es ausgerechnet eine Woche vor Release nochmal verschoben wird.


    Ja ich mag Kingdom Hearts auch (nur die Hauptteile). Aber das Spiel wurde leider auch ein Opfer. Damals gab es die Collection und da hatte man nicht die deutsche Sprachausgabe draufgepackt, obwohl sie bekanntlich vorlag. Daher nicht gekauft. Das machte mich extremst sauer damals.


    Warte auch auf den dritten Teil! ^_^


    Das ist nun wiederum deine Ansicht. Ich persönlich fand und finde Breath of the Wild fantastisch, als eigenständiges Spiel und auch als Zelda-Titel. Das kann ja natürlich jeder anders sehen, aber irgendwann wird es ja für die Entwickler auch schwer, mit der Zeit zu gehen, aber sich trotzdem treu zu bleiben. Irgendwelche alten Elemente müssen im Laufe der Zeit immer verschwinden, selbst, wenn da bei vielen noch der Nostalgiefaktor groß ist.


    Und ich denke auch nicht, dass es allgemein weniger gute Spiele gibt. Im Gegenteil, der Markt ist total übersättigt. Ich habe noch so viele gute Spiele in meinem Regal, die ich alle noch nicht angefangen habe und es kommen immer wieder neue dazu.


    Ja ich wurde für meine Kritik an dem neuen Zelda durch den Fleischwolf gedreht. -.-" Dem einen gefällt es, dem Anderen nicht. Aber ich denke, dass Nintendo da eher auch die Skyrim Fans ansprechen wollte. Den Aonuma hat Skyrim auch erwähnt gehabt. Sollte ursprünglich sogar ein Erfahrungspunkte-System geben. Was ich sagen will ist, dass es nicht sein kann, dass man aus einem Action-Adventure ein RPG macht. Aus Resident Evil machte man auch eine Art Call of Duty, was vielen missgefallen ist.


    Also für mich gibt es wenig gute Spiele. Weil es wenig gibt, die mich ansprechen würden. Aber Du musst doch auch zugeben, dass es derzeit einen Remake Wahn gibt. Alleine Rayman kommt zu jeder neuen Plattform als Remake. Anstatt das mal ein neues Rayman entwickelt wird. Es gibt zig Remakes aber von denen die heiß ersehnt sind wie z.b Onimusha, Eternal Darkness etc. kommt nie was.


    Aber wie willst du denn sonst dafür sorgen, dass die Spiele fertig auf den Markt kommen? Ein Day One Patch bedeutet ja nur, dass die Entwickler die Entwicklung abgeschlossen haben, dann alles weitergereicht haben (Soundtrack, Synchronfassung, Videosequenzen, Marketing, etc.) und in der Zeit dann noch nach Fehlern gesucht haben. Produktion der Datenträger, Marketing, Versand etc. dauern Wochen bis Monate, das Runterladen eines Day One Patches selbst mit der schlechtesten Internetverbindung nur Stunden. Da ist es klar, dass die Entwickler ihre Zeit noch bis zum letzten Moment ausnutzen wollen.


    Also der Day One Patch ist für mich eher der Inbegriff der Fehlerbehebung. Klar kommt da auch noch Zusatz mit drauf. Trotzdem ist der Day One Patch ein Inbegriff von "halbfertiges Spiel". Das ist so, als kaufst das halbe Spiel und kannst es nur zum Laufen bringen, wenn die andere Hälfte kaufst. Soweit ich weiß ist das bei Manchen schon gängige Praxis. Und dafür einen Vollpreis zahlen? Das waren immerhin mal 150 DM (ja ich weiß ich rechne immernoch so). Das kann es nicht sein. Zumindest die Bugs gehören schon vor Release auf Disc gefixt. Wer die Zusatzinhalte laden möchte, kann das machen. Wer nicht, der nicht.


    Das tut es ja schon. Nach dem Debakel mit Mass Effect Andromeda wurde bereits bekannt, dass die Pläne für ein weiteres Spiel von diesem Entwicklerteam auf Eis gelegt wurden und man stattdessen nach mal von grundauf an einem neuen Spiel arbeiten will. Nachdem Destiny 1 so gefloppt ist, hat man Destiny 2 quasi komplett überarbeitet und das bekommt jetzt überall von Kritikern und Fans gute Rezensionen. Nach ein paar gefloppten ACs hat sich Ubisoft entschieden, die Reihe auf einen zwei- bis dreijährlichen Rhythmus zu verlegen und alle scheinen von dem neuen Teil, der dieses Jahr (?) erscheint begeistert zu sein.

    Also ja: Es ändert sich etwas, wenn man nur als Käufer deutlich genug macht, dass man mit dem, was einem geboten wird, nicht zufrieden ist.


    Na zugegeben dem mit Mass Effect hab ich nicht so mitbekommen, da mich das Game nie interessierte. Genau wie Assasins Creed. Hab aber so Teile aufgeschnappt. Ist Mass Effekt nicht von EA? Soweit ich weiß ist das Studio bei vielen Gamern schon unten durch.