Beiträge von Federfrei

    Es hat sich richtig gelohnt mal wieder hier vorbei zu sehen - das Gedicht ist wunderschön, wie immer :3


    Ich hoffe man vergibt mir, dass ich nicht anfange wie sonst eine Interpretation aufzuschreiben, ich denke lediglich, es ist bereits so viel gesagt dazu x.x
    Nichtsdestotrotz wollte ich es nicht unkommentiert lassen.


    Und ein Gedanke, den ich ungemein schön fand - ich weiß natürlich nicht, wie genau du es gemeint hattest, aber es wirkt wie eine der schönsten Arten Danke zu sagen. Und wer auch immer gemeint ist muss ein toller Mensch sein, wenn er die Mühe, nein, vielmehr exakt diese Worte verdient hat. Es ist so warm, obwohl der Anfang noch so unsagbar traurig wirkt. Es zieht am Herzen, aber nicht genug, dass es weh tut - mehr so an der Schwelle.
    Und - auch wenn das jetzt total masochistisch klingt xD - ich mag es total, also, diese zweischneidige Wirkung (auf mich).


    Wie immer ein unglaublich gutes Werk von dir^^

    Ich finde es schwierig einen natürlichen und guten Verarbeitungsprozess als egoistisch zu betiteln.
    Schließlich trauert man nicht, um sich in Selbstmitleid zu suhlen oder um alles um sich her zu vergessen. Aber ich stimme zu, dass es auch dem Betrauterten nicht viel bringt, wenn Menschen um ihn weinen^^"
    Ich denke bloß, dass Trauer ein Heilprozess ist. Manchmal sind Menschen uns so wichtig, dass ihr Ableben eine riesige Wunde aufreißt und eine derartige Veränderung im eigenen Leben MUSS erstmal akzeptiert werden und schließlich dann geheilt. Sie kann aber nur heilen, wenn man sich seinem Verlust stellt aka trauert und dazu gehört es, wenn es einen schmerzt, zu weinen.
    Ich halte es nicht für egoistisch, sondern für ehrlich und richtig, denn man trauert nicht (zumindest nicht wenn es ein gesunder Trauerprozess ist), um sich abzuschotten, sondern um sich zu heilen, um klar zu kommen. Genau genommen tut man damit seiner Umwelt mehr Gutes, als wenn man den Schmerz, den man fühlt vor allen versteckt.


    Wenn ich ehrlich bin erwarte ich ja schließlich auch, dass ein Hinterbliebener trauert. Und sollte er das nicht tun, sich zwingen zu lächeln, weil der Verstorbene (der davon ja nichts mehr mitkriegt) das so gewollt hätte oder meinetwegen auch, weil ein Verwandter o.ä. meint er hätte es gewollt und ich ihm nicht auf den Schlipps treten will oder ich die Erinnerungen nicht verderben will... was auch immer... verschließt er sich vor denjenigen, die Teil seines Lebens sind. Er schottet sich ab, schließt alle aus, jeder weiß, dass er trauern sollte, weil es einfach natürlich ist, aber alle werden weggestoßen - ob absichtlich oder nicht. Aber sobald man anfängt zu schauspielern sperrt man die Welt aus. Und ich denke damit tut man sehr viel mehr Menschen weh und es ist wesentlich egoistischer.


    Und zur letzten Frage - ich habe nicht viele Menschen verloren, aber meinen Großvater vor nicht ganz einem Jahr. Und ich habe getrauert - nicht ansatzweise so viel, wie es hätte sein müssen, weil ich ein Mensch bin der ständig versucht für alle zu funktionieren und weil ich nicht wollte, dass meine Mutter, die sich selbst zusammengerissen hat, nun auch noch mich trösten müsste. Bin mehr der Do-it-yourself-Mensch xD Im Endeffekt bereue ichs, weil ich es eigentlich so empfunden habe, dass man sehr viel besser und schneller über einen Verlust hinweg kommt, wenn man gemeinsam weinen kann - und ich denke das waren tatsächlich die aufrichtigsten und unberedet verständnisvollsten Momente innerhalb unseres Familienlebens.
    Und ich kann auch sagen, dass es die schönen Momente nicht im Ansatz ruiniert hat. Im Gegenteil, ich habe manche Dinge viel mehr schätzen gelernt. Und natürlich ist es traurig, dass man im Nachhinein erkennt wie wertvoll die kleinsten Gesten waren und dass sie nie zurück kommen... Aber diese Traurigkeit ist heilsam. Man mag es egoistisch nennen, wenn man mag, immerhin ist es - wie bereits gesagt - ein persönlicher Heilprozess, aber ich denke der Begriff ist fehlleitend in diesem Zusammenhang, denn Egoismus ist zu stark negativ geprägt. Und alles andere wäre meines Erachtens nach noch egoistischer.
    Vielmehr ist gesunde Trauer der Weg, den man gehen muss und vor allem mit anderen gehen muss.
    Also: Egoistisch nein. Persönlich und die eigene Person, die eigene Zukunft bzw das eigene Leben betreffend: ja^^ Es ist definitiv kein Prozess der Nächstenliebe aber das liegt ja auch nicht im Sinn der Sache^^


    Was da raus fällt ist ungesunde Trauer, eine, die nie aufhört und irgendwann zu Selbstmitleid wird, aber so wie ich verstanden habe, ging es bei euch um den normalen Trauervorgang oder?^^

    Ich habe ebenfalls einen Spenderausweis.


    Wir haben im Fachseminar mal darüber gesprochen, vor allem da zu dem Zeitpunkt gerade herausgekommen war, dass Spenderlisten manipuliert wurden und es da einen Skandal gegeben hatte - und ich weiß, dass viele meiner Klassenkollegen daraufhin gesagt hatten, dass sie es sich mit der Spende dann nochmal überlegen würden. Sie würden niemanden unterstützen wollen, der sich über andere kauft.
    Aber ich denke mal, auch wenn das scheiße ist, auch das sind Menschenleben, die gerettet gehören. Natürlich hätte ich es lieber, wenn meine Organe nach meinem Tod an denjenigen gehen, der sie wirklich am nötigsten braucht, aber ich denke die Hauptsache ist doch, dass man irgendwem helfen kann. Auch wenn es intern nicht mit rechten Dingen zugeht, der Fakt, dass man einem Menschen hilft, bleibt ja trotzdem bestehen...


    Und wenn ich tot bin interessiert es mich nicht mehr, was mit meinem Körper ist.
    Vorausgesetzt meine Lieben haben da nichts gegen, natürlich. Die sind mir dann doch wichtiger^^ Und ich kann auch verstehen, dass die Hinterbliebenen den Toten in einem Stück unter die Erde bringen wollen xD


    Ist ebenfalls so in meinem Spenderausweis vermerkt.
    Und ich vertraue einfach mal auf die Menschheit - auch wenn es vielleicht ein wenig gutgläubig ist - dass sie mich nicht sterben lassen, nur weil sie ein Organ von mir möchten^^

    Erstmal: Das Gedicht ist voller umwerfend schöner Bilder. Es klingt. Und wenn man die Verse laut vorliest wirkt es, als würden sie die Luft streicheln, so hauchzart und ja - betörend - klingt es.
    Ich habe mich in die Bilder und die Stimmung verliebt - ich gehöre zu der Sorte Mensch, die sagt ein Gedicht muss Emotionen wecken und Bilder malen. Man muss es nicht immer verstehen, aber man muss es lesen und sich sagen "Das war bezaubernd", dann ist es ein gutes Gedicht. Wenn man einfach drin ist...
    Und ich liebe es, es fesselt mich, wenn die deutsche Sprache so gestreichelt und in Szene gesetzt wird, wie bei diesem Gedicht.


    Ich gestehe - ich habe keinen Plan worum es geht. Ich kann mich in den Metaphern verlieren und dir tausendundeine mögliche Geschichte erzählen, wirklich, aber ich habe nicht den leisesten Schimmer, was genau da eigentlich passiert xD Was auch immer du dir gedacht hast, es war bestimmt toll!
    Aber ganz ehrlich, ich will es garnicht wissen. Dadurch, dass dein Gedicht so stark bildhaft geschrieben ist, kann ich mehr als nur eine Geschichte darin lesen. Ich brauche die echte nicht, weil gäbe es eine und würde ich sie kennen würden alle anderen in meinem Kopf verschwinden.
    Und so, wie das Gedicht jetzt ist, ist es für mich magisch.


    Ich hoffe das hat einiger Maßen Sinn für dich ergeben^^
    Ich weiß auch nicht, ob es das ist, was du wolltest aber das ist auf jeden Fall der Grund, wieso ich gerade dieses wunderschön geschriebene Gedicht so anziehend und fesselnd finde^^ Es verdient eindeutig ein riesiges Kompliment etwas so wunderschönes geschrieben zu haben.

    Wie steht ihr zum Thema Mobbing?
    ---> Zweigeteilt. Richtiges, ernst zu nehmendes Mobbing finde ich schrecklich. Ich weiß zwar, dass man nicht in schwarz-weiß denken diesbezüglich verfallen sollte, weil die sog. Opfer nicht immer nur Opfer und die Täter auch ihre Gründe haben, aber auch, wenn man das in Betracht hat bleibt es, was es eben ist: Das Zusammenrotten mehrerer Menschen, um einen einzelnen mutwillig fertig zu machen. Und wenn so etwas geschieht kann man das meiner Meinung nach unmöglich gut heißen.
    Was ich allerdings auch bemerkt habe, gerade in meinem Beruf als Altenpflegeazubine: Mobbing ist auch ein Modewort geworden und es gibt etliche Leute, die glauben, weil sie sich scheiße gegenüber anderen verhalten haben und diese sie jetzt nicht mehr auf ihre Geburtstagsfeier einladen, sie würden im Beruf gemobbt werden. Das persönlich finde ich sehr schade, denn durch solche Menschen werden die, die ernsthaft unter einer Mobbing-Problematik zu leiden haben nicht mehr ernst genommen.
    Wenn man es also unterbinden will muss man denke ich erstmal gründlich Aufklärung betreiben^^"


    Was sind eurer Meinung nach die Ursachen?
    ---> Neid, Minderwertigkeitskomplexe, Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, Probleme in der Vergangenheit... Ist vielfältig ne? Manchmal braucht eine Gruppe einen Prügelknaben um sich besser zu fühlen, manchmal jemanden, dem es noch beschissener geht als einem selbst, um sich wieder gut zu fühlen, gegebenenfalls gibt man die Gewalt, die man selbst täglich erfährt einfach an jemanden weiter, der tiefer gestellt ist. Deshalb ist es so schwierig in Täter und Opfer zu unterscheiden. Aber ich denke es lässt sich ganz gut zusammenfassen, wenn man sagt, dass die Menschen, die mobben, niemals glücklich und zufrieden mit ihrem Leben sind, sondern meistens zutiefst frustrierte Persönlichkeiten^^"


    Wurdet bzw. werdet ihr selbst gemobbt?
    ---> Ich wurde vier Jahre lang gemobbt, das ist allerdings lange vorbei und ich hatte viel Zeit darüber nachzudenken. Ich war immer schon sehr still und wahrscheinlich ein leichtes Ziel. Ich bin recht fleißig gewesen und hatte leider Gottes vielleicht ein Talent zu viel^^" In der Altersklasse in der das passiert ist, denke ich, war das den Leuten, die mich hinterher schikaniert haben ein Dorn im Auge - zumindest ist das meine Vermutung, aber ich weiß es nicht. Es ging nur aus einigen Bemerkungen hervor.
    Mit dem Schulwechsel hat sich das Problem allerdings erledigt gehabt - Anschluss hab ich danach nie wieder gefunden. Sowas verändert einen und man merkt es, aber ich bin im Nachhinein nicht wirklich unglücklich darüber - wie gesagt, es ist viel Zeit vergangen und ich bin ein reflektierter Mensch - immerhin habe ich so sehr einzigartige Menschen kennenlernen dürfen und habe jetzt ein paar wenige Freunde die für mich durch's Feuer gehen würden.
    Man kann mein daraus resultierendes Misstrauen als Schwäche auslegen, aber eigentlich hat es mich zu einem sehr reichen Menschen gemacht o.O
    Nichtsdestotrotz hätte ich mein Leben auch gern anders gelebt o.O


    Mobbt ihr sogar selbst bzw. habt ihr gemobbt?
    ---> Nein, aus naheliegenden Gründen nicht o.O Ich muss die Menschen nicht unter mir kriechen sehen um mich gut zu fühlen. Das schaff ich auch so^^

    Vielen Dank^^


    Das mir den Wörtern ist ein bisschen Gefühl und ansonsten ganz viel Technik. Bspw hab ich irgendwann mal herausgefunden, dass Gedichte flüssiger klingen, wenn sie ein gescheites - oder ansatzweise gescheites - Metrum haben. Und dass man gern augenscheinlich paradoxe Worte oder malerische Worte benutzen kann und nicht immer auf Logik zu achten hat^^ Schließlich geht es in Gedichten um Bilder - mir zumindest^^
    Also wenn dus gern können würdest, schreib doch einfach drauf los, lads hier hoch und bitte um konstruktive Kritik^^ Daran kann man arbeiten :D

    Ich mag denke ich den Frühling am liebsten, auch wenn alle Jahreszeiten was für sich haben. Aber der Frühling ist die Jahreszeit, die direkt nach der dunklen Jahreszeit kommt, mit inbegriffen die Freude, dass endlich wieder die Sonne scheint, dass das graue Tageslicht im Winter endlich wieder leuchtend blauem Himmel weicht, die Bäume bekommen wieder Blätter, überall blühen bunte Blumen - und die Menschen werden einfach freundlicher. Ich finde der Frühling ist die Jahreszeit, in der man am meisten fröhliche Menschen sieht und die am lebendigsten ist. Im Frühling hat man all die Vorfreude auf den Sommer - und nichts ist schöner als Vorfreude :D
    Deshalb der Frühling^^

    Da ich ein Gedicht gelesen habe und plötzlich eine Sturmmetapher benutzen wollte, habe ich etwas geschrieben, was irgenwie im Nachhinein unbeabsichtigt überraschend ehrlich geworden ist^^" Ich hoffe Weltall ist nicht wütend auf mich, dass ich die Metapher aufgegriffen habe, das Gedicht an sich ist ein anderes, ich hab mir nur das Sturmbild gemoppst und verweise hiermit auf die Person, die mir unbeabsichtigt Lust drauf gemacht hat^^ es ist zwar nicht so, dass ich Liebe noch nie mit nem Sturm verglichen hätte, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich dieses Gedicht tatsächlich schreiben wollte nachdem ich seins/ihres gelesen habe gehört es sich zumindest drauf zu verweisen, denke ich^^
    Ich hoffe es gefällt einiger Maßen.




    Sturmestrunken


    Du! Der du die höchsten Türme auf den Sand zu bauen wusstest…
    Nie, niemals hätt’ ich gezweifelt, doch die Tränen des Verlustes
    Deines Herzens, deiner Seele, deiner tausendschönen Phrasen
    Schwärzten Träume, alle Wunder sind geplatzt wie Seifenblasen.


    Du, der du ein Weg und Leuchten, wie ein Stern in dunkler Nacht,
    Der du mir die Hände reichtest, sagtest mir, du gäbest Wacht,
    Was nur lässt die Engel stürzen? Sag mir, wer du wirklich bist.
    Bitte sag mir ohne Lügen, dass du mich manchmal vermisst.


    Sag mir, dass all deine Liebe wirklich eine Flamme war,
    Sag mir ruhig ich war verblendet, denn jetzt sehe ich dich klar,
    Sag mir nur, dass manche Lügen wahrer sind als jede Wahrheit
    Und dass die Verblendung manchmal heller scheint als jede Klarheit.


    Ja, ich weiß, wir mussten rennen, zwischen Sturm und leerem Raum,
    Und ich weiß, dass uns’re Liebe bunter war als jeder Traum,
    Aber wie so oft verfielen wir der süßen Euphorie
    Einer Ewigkeit, die uns voll Spott „nie mehr“ entgegen spie.


    Oh ich weiß, du wolltest kämpfen, nur mit Zungenschwert und Witz,
    Gegen meine eignen Stürme, gegen jeden kleinen Blitz,
    Jedes Donnern, jedes Beben und selbst heute wünscht’ ich mir,
    Wär’s nicht um den Kampf gewesen, ich wär heute noch bei dir.


    Wir sind liebesblind gelaufen, ausgebrannt und atemlos,
    Und sind still und taub gestorben, was wir hatten war zu groß.
    Sag mir nun, nach all den Zeiten, wir sind nicht umsonst gerannt.
    Und wir haben nicht umsonst den Sturm in uns’rem Herz verbannt…


    Freut mich, wenn du dich drüber freust^^ Und vor allem, dass ich nicht völlig daneben interpretiert habe xD
    Das mit den Versen, die man unbedingt drin haben will kenn ich x.x Es gab Gedichte, da habe ich ganze Strophen umgeschrieben, nur damit ein einzelner Vers da rein passt xD Und gerade bei der Metapher kann ich das gut nachempfinden.


    Und klar, wenn das Gedicht sich um dich und eine real existierende Person dreht ist das nochmal was anderes, dann haben die Figuren darin ja sentimentalen Wert für dich^^ Dann macht die Sache mit den Haaren auch mehr Sinn xD
    Ich wünsch dir Glück, die Beziehung wieder ins Lot zu bringen^^

    Hast Recht, das hier ist schöner als die anderen beiden^^ Vielleicht auch, weil es um einiges melodischer klingt.
    Vor allem den 7ten Vers mochte ich - "dich lieb ich zum Ende der Zeit" klingt stark und ungebrochen und unumstößlich. Und ich liebe die Vorstellung einer Liebe, die das schafft.
    Aber auch die letzten beiden Verse fand ich total super:
    "Aber wenn du Zeit hast lass uns doch rennen
    an einen geheimen Ort den nur wir beide kennen. "
    Auch wenn der letzte Vers vom Rhythmus her etwas holperig ist, die Aussage dahinter finde ich eigentlich süß. Vielleicht auch, weil ich "rennen" als Metapher sehr gerne mag^^ Es hat was atemloses, stürmisches und ich finde eine Liebe, die diese Atemlosigkeit hat, ist sehr lebendig. Ebenso wie gemeinsame Geheimnisse - oder das Bild einer geheimen Flucht, das dadurch bei mir aufkommt, so à la "Nimm meine Hand, lass uns türmen", haha^^ Ich mag's auf jeden Fall, es malt herrliche Bilder in meinen Kopf und das sollten Gedichte schließlich tun^^
    Das lyrische... Du (?) ... sollte das lyrische Ich einfach nehmen^^ Jemand, der sagt es könnten ganze Planeten kollabieren und sein Herz bliebe unerschüttert und immer bei dem Du - und der es auch so meint - muss ein toller Liebhaber sein. Aber manches Mal kann man das nicht erzwingen. Vielleicht mag ich gerade deshalb die letzten beiden Verse, denn auch wenn das lyrische Ich sagt es gäbe keine Hoffnung, dieser gemeinsame geheime Ort, dieses "lass uns uns trotzdem davonstehlen" und dieses Versprechen, was man, wenn man will, hinein interpretieren kann von wegen "Nimm mich und ich reiß dich mit mir mit" machen einem Hoffnung.
    Und ich mag die Vorstellung, dass das Ich vielleicht nur entmutigt ist, aber eigentlich doch noch Chancen hat. Zumindest passt das eher in meine kleine verkitschte Märchenwelt^^


    Was ich ein bisschen schade fand war der dritte Vers - eigentlich ist das gesamte Gedicht stark metaphernlastig. Es werden Planeten genannt, das Ich möchte singen, es geht stark um Gefühle und es wird abstrahiert. Es entsteht im ganzen Gedicht der Eindruck, dass das Du eine ganz besondere Person für das Ich sein muss - nicht zuletzt weil sogar von Rettung vor der Einsamkeit die Rede ist. Aber das einzige Attribut, was konkret benannt wird sind die Haare - und das finde ich ein wenig paradox. Augen hätten mich nicht gewundert - die sind die Spiegel zur Seele. Ein Lächeln, diverse kleine Gesten... aber die Haare haben mich echt überrascht, weil sie ein wenig aus dem Kontext gerissen wirken und das macht den Anschein als stünde dieses Wort nur um des Reimes Willen da, was schade ist, denn wie gesagt, ich mag das Gedicht gern.
    Wollts nur erwähnt haben - ein gutes Gedicht verdient schließlich einen ausführlichen Kommentar.
    Und ich glaube du hast im zweiten Vers ein "Ich" vergessen - würde zumindest ganz gut darein passen ;D


    Zusammenfassend hoffe ich, ich habe dich nicht mit meinen Gedanken, Spakulationen und Analysen erschlagen^^
    Das Gedicht ist wirklich schön, das lyrische Ich überaus sympathisch und es war angenehm zu lesen^^

    Kugelschreiber!
    Habt das noch jemand, dass die Schrift sich verändert, je nachdem was er für einen Stift benutzt? Und meine Schrift mit Kulli ist meist richtig ordentlich und rundlich, wohingegen ich, wenn ich mit Füller schreibe, den man ja anders hält, irgendwie so unschöne Ecken drin hab o.O
    Also Kugelschreiber - außerdem mag ich schmale Linien mehr als dieses dicke Blau vom Füller^^

    1. Seit wann zeichnest du?
    ---> Seit immer. Im Mangastil allerdings ab der dritten Klasse und dann immer mal wieder mit Unterbrechungen. Richtig ernsthaft seit Juni 2013 - da habe ich angefangen zu colorieren und besser im Mangastil werden zu wollen^^


    2. Weshalb hast du begonnen zu Zeichnen?
    ---> Das kann ich leider nicht mehr nachverfolgen^^" Ist zu lange her. Ich schätze ich hatte einfach Freude daran^^


    3. Welcher Mangaka war/ist dein Vorbild?
    ---> Arina Tanemura! (!!!)


    4. Was inspiriert dich?
    ---> erstmal andere Zeichner aus der Szene, die ich so über FB verfolge. Dadurch habe ich permanent meine Idole vor Augen. Miaow bspw, deren Bild dafür gesorgt hat, dass ich überhaupt wieder aktiv zeichne. Ansonsten alles, was ich sehe und fühle. Ich ertapp mich manchmal dabei, wie ich in den Himmel schau und mir denke "Ich glaube um den Farbübergang hinzukriegen bräuchte man BV31 und eine Menge an E-Tönen" - dann bin ich froh, dass mir niemand ins Hirn sieht xDD Aber ernsthaft ich finde kaum etwas schöner und inspirierender als die Natur^^


    5. Hast du von Zeichenkursen gelernt oder es dir selbst beigebracht?
    ---> Das meiste habe ich mir selbst beigebracht. Ich war mal ein halbes Jahr oder so auf Drängen meiner Eltern in einem Malkurs aber irgendwie... War's das nicht. Ansonsten hab ich noch ein paar interessante Sachen in den zwei Jahren Kunst LK gelernt^^ Meine Lehrerin war super <3


    6. Was Zeichnest du gerne?
    ---> Engel >.< Wobei mittlerweile nicht mehr so gern wie früher xD Ansonsten... alles, was leicht wirkt^^ Tänzer, Haare, die im Wind wehen, Blüten - Blumen generell - Stoffe und Falten... All sowas^^ Ich liebe Kleinkram^^


    7. Was im gegenzug nicht?
    ---> Männer >.< Ich muss langsam mal mit denen warm werden. Und ansonsten Waffen und Hochhäuser.


    8. Mit was beginnst du beim Zeichnen?
    ---> Mit den Kopfumrissen^^


    9. Mit was colorierst du?
    ---> Copics ( <3 ) und Buntstifte.

    Oh... Ähm, danke <3
    Ach ja, gutes altes Anime-Guardian xD
    Ich weiß auch garnicht so recht, was ich dazu sagen soll, außer, dass es mich gerade irgendwie ziemlich glücklich gemacht hat das zu lesen. Dankeschön. Alleine schon, weil man mich nicht vergessen hat Q.Q Ich hatte letztens erst mit Cin darüber geredet, dass man irgendwie in der langen Abwesenheit ein wenig den Bezug hierzu verloren hat und ob man sich noch erinnern würde... Aber wenn du sogar noch weißt, dass ich im AG (möge es in Frieden ruhen) rumgewuselt bin, dann kann es nicht so schlimm sein wie befürchtet.
    Auf jeden Fall danke dir für deinen Kommi - und dem, was er aussagt.

    Danke >.<


    Kunst IST Magie und jeder der sie zu zaubern weiß ist Künstler und Magier in einem.
    Ich kann die Male nicht zählen, die ich irgendwo gesessen habe und ein Lied gehört habe, nur um dazu Bilder und Geschichten zu sehen. Und das Schöne daran ist ja, es sind nie dieselben. Man hat eine Melodie und Milliarden Geschichten und Bilder, die darin entdeckt und erschaffen werden können.
    Und so oft habe ich Geschichten gelesen, die mich einfach - wie durch eine Tür aus Papier - mitgenommen haben.
    Wie oft Bilder gesehen, die mich stocken ließen.
    Kunst ist das Fenster, dass dazu da ist uns selbst zu zeigen und gleichzeitig jedem einen Spiegel vorzuhalten. Und die, denen es gelingt, dass die Menschen staunen und versuchen dahinter zu sehen, zu verstehen oder einfach nur mit diesem Werk fortzuträumen sind Genies. Für mich zumindest. Für mich ist es wirklich unglaublich viel wert - weil wir in einer Welt leben in der Träumereien verkümmern und verschrien sind.


    Und ja, es ist ein bisschen magisch, wenn ich male. Für mich hat es wirklich etwas Hypnotisierendes und ungemein Beruhigendes an sich haha ^^ Aber was ich irgendwann mal können möchte ist ja nicht mich selbst verzaubern, sondern andere^^ Ich glaube, wenn ich das kann, dann bin ich ein bisschen zufriedener als jetzt. Irgendwann. Bestimmt. Danke dir <3


    Ja, füll sie mit Lyrik :D Ich will sie dann lesen ;P *knuffs*

    Naw, vielen Dank dir für den lieben, ausführlichen Kommentar x3 Und danke dir für das Lob :D


    Bezüglich des Punktes, den du angesprochen hast: Du hast mich voll erwischt >.< Das war die eine Stelle an der ich Worte geschoben und gedreht habe und es kam einfach nichts Sinniges dabei heraus. Und "Dichter" wollte ich nicht verwenden, da das Wort schon weiter oben auftauchte und ich es da unmöglich streichen mochte, also hab ich es so gelassen, wie es war... schweren Herzens xD


    Und wegen dem "fremde Träume träumen" - es ist so süß von dir, dass du das so sagst^^ Irgendwie hat es mich richtig glücklich gemacht, da ich beim Schreiben dieses Gedichts schon ein wenig... sagen wir eingerostet war. Zu lange nichts mehr geschrieben. Aber ich wollte hier nicht Mitleid heischen oder so ;D Um genau zu sein - so arrogant das auch andere vielleicht wirken mag - habe ich sogar absichtlich verschlungene Worte und Metaphern benutzt, die nach etwas klingen und habe gehofft, dass es genau diese Paradoxität erzeugen würde. Dass man es liest und beim letzten Satz denkt "Stimmt doch garnicht", aber das zu beeinflussen ist fast unmöglich - hätte ja auch sein können, dass es trotz meiner Bemühungen nichts bewirkt^^ Also danke dir.
    Warum ich es eigentlich geschrieben habe hat allerdings mehr mit meinem Mal-Komplex zu tun haha^^ Je weiter ich komme, desto mehr wünsche ich mir noch weiter gehen zu können. Bis ich irgendwann an dem Punkt bin an dem ich auf einer Con sitzen kann und die Leute stehen bleiben müssen, weil die Bilder fesselnd sind. Ich hatte nämlich, bevor ich wieder angefangen habe zu malen, ein solches Erlebnis - und ich wünschte ich hätte die Fähigkeit so zu malen. Ich bin ehrgeizig, also vielleicht irgendwann - aber noch fehlt etwas^^
    Und weil es mich frustriert hat, habe ich was dazu geschrieben^^ Weil es ja nicht nur Künstlern der Zeichnerszene so geht, sondern ich denke, dass jeder nach etwas wie einem Traum strebt und manch einer danach, andere in fremde Welten entführen zu können^^


    Das war der ganze Clue hinter dem hier^^

    Ich weiß, ich war lange nicht da.
    Und dann hab ich mich auch noch umbenennen lassen, um nen einheitlichen Nickname im Netz zu haben xDD Also quasi das letzte Gedicht mit altem Nick o.O
    Aber irgendwie hatte ich letztens wieder Lust zu schreiben... Naja^^ Über die Kunst an der Kunst~ Sei es geschriebenes Wort oder eine grandiose Komposition oder eine mitreißende Farbwahl... Kunst^^


    Fremde Träume


    Fantasie ist diese Farbe, die voll Feuer, voller Tanz,
    In dem fröhlich bunten Reigen und in sanftem Himmelsglanz
    Welten spaltet, Herzen öffnet
    Und entführt und heimwärts bringt.
    Und von Ewigkeiten singt.


    Wär ich ein Poet, ein Dichter – oder nur ein heller Geist -
    Könnte ich mit Klängen malen, was die Seele zehrt und speist
    Und so süße Illusionen,
    Voll Magie und warmem Wort,
    Führten mich ganz sicher fort.


    Denn so oft sah ich schon Hände in dem Bild an meiner Wand.
    Habe sie alsbald ergriffen und versank in dem Gewandt
    Dieser stummen Wunschversprechen,
    In der Märchenwelt der Lichter.
    Jeder Schritt so viel erpichter.



    Regenbögen würd ich schaffen, nur aus Sternenstaub und Dunst,
    Rosendornenschlösser richten, hätte ich die Macht der Kunst,
    Hätte ich nur diese Gabe.
    Denn mit ihr könnt ich entführen,
    Menschen tief im Kern berühren.


    Berg und Täler könnt’ ich schaffen, tiefe Trauer, schwer wie Blei
    Und ein Wundern und ein Staunen, Träumereien, endlich frei!
    Wie gern würd` ich fliegen lernen.
    Doch ich Träume fremdes Licht,
    weiß ich doch, ich kann es nicht.