Beiträge von Keyshen

    Nach The Healthy Dead und The Wurms of Blearmouth habe ich mich jetzt auch an die nächste Bauchelain & Korbal Broach Novelle von Steven Erikson gewagt, Crack`d Pot Trail. Zum Anfang wie immer der Klappentext:
    Intrepid necromancers Bauchelain and Korbal Broach, scourges of civilization, raisers of the dead, reapers of the souls of the living, devourers of hope, betrayers of faith, slayers of the innocent, and modest personifications of evil, have a lot to answer for, and answer they will. Known as the Nehemoth, they are pursued by countless self-professed defenders of decency, sanity, and civilization. After all, since when does evil thrive unchallenged? Well, often - but not this time.
    Hot on their heels are the Nehemothanai, avowed hunters of Bauchelain and Korbal Broach. In the company of a gaggle of artists and pilgrims, stalwart Mortal Sword Tulgord Vise, pious Well Knight Arpo Relent, stern huntsman Steck Marynd, and three of the redoubtable Chanter brothers (and their lone sister) find themselves faced with the cruelest of choices. The legendary Crack`d Pot Trail, a stretch of harsh wasteland between the Gates of Nowhere and the shrine of the Indifferent God, has become a tortured path of deprivation.
    Will honor, moral probity, and virtue prove champions in the face of brutal necessity? No, of course not. Don`t be silly.


    Zeitlich spielt die Handlung irgendwann nach den Ereignissen von The Healthy Dead. Diverse Charaktere aus den früheren Novellen - Tulgord Vise & Steck Marynd aus Blood Follows, die Chanter Geschwister aus Lees of Laughter`s End/The Wurms of Blearmouth, ein Well Knight, deren Tätigkeit man in The Healthy Dead kennen lernte - haben wieder Auftritte. Erzählt wird aus der Perspektive des Dichters Avas Didion Flicker, der zusammen mit weiteren seiner Profession zu einem großen Wettbewerb für die Auszeichnung des Jahrhundertsdichters unterwegs ist. Seine Gruppe hat sich zu Beginn schon mit diversen Pilgern und den oben erwähnten Nehemothanai zusammengeschlossen - und gleich zu Beginn sieht man schon, dass man sich in der altbekannten, durchaus düsteren Welt befindet - um während der Reise nicht zu verhungern, ist die Gruppe dem Kannibalismus verfallen, die Opfer werden von den körperlich schwächsten, den Dichtern, ausgewählt - und zwar anhand derer vorgetragener Werke. Und so nimmt die Reise ihren unheilvollen Lauf und der Wettstreit der Erzählungen beginnt ...


    Auch wenn Crack`d Pot Trail nicht ganz an meine Favoriten der Reihe Blood Follows, The Healthy Dead und The Wurms of Blearmouth herankommt, fand ich es wieder mal sehr amüsant zu lesen, auch wenn man sich zu Beginn erst noch etwas an die ausschweifendere Erzählungsweise Flickers gewöhnen muss.
    Ein großes Manko war für mich:


    Im Großen und Ganzen hat mich aber Eriksons absurder Humor wieder überzeugen können.

    Kürzlich habe ich die Novelle The Healthy Dead von Steven Erikson gelesen - diese spielt zwar in der gleichen Welt wie auch sein Hauptwerk (Malazan Book of the Fallen), aber im Gegensatz dazu leichte Fantasy Unterhaltung, die versucht soviel Witz wie nur möglich auf jede Seite zu packen.


    Anfolgend der Klappentext:
    The city of Quaint`s enthusiasm for goodness borders on the catastrophic, and no one knows this better than Bauchelain and Korbal Broach, stalwart champions of all things bad. And so the homicidal sorcerors – and their substance-addled manservant – find themselves ensnared in a scheme to bring goodness into utter disrepute.


    Wie auch schon der Rest der Novellen folgt man auch hier den skurrilen Abenteuern der Nekromanten/Beschwörer Bauchelain und Korbal Broach, sowie deren Diener Emancipor "Mancy" Reese, dessen (traumatische) Erlebnisse in den Diensten seiner Arbeitgeber ihn zum Genuss diverser Rauschmittel geführt haben.
    In dieser Geschichte werden gezielt gesunde Ernährung, richtige Lebensweise und tugendhaftes Benehmen/Erziehung aus Korn genommen -wie auch schon die ersten beiden Zeilen warnen: Warning to lifestyle fascists everywhere. Don`t read this or you`ll go blind.



    In der Stadt Quaint hat es kürzlich einen erfolgreichen Putsch gegen den Regenten Necrotus the Nihile gegeben - sein Bruder Macrotus, mit dem Beinamen the Overwhelmingly Considerate, ergreift den Thron, erlässt kurzum ein Verbot gegen alle Religionen außer der der Lady of Beneficence und herrscht nun nach dem Will of Wellness - ein jeder muss einen gesunden Lebenswandel pflegen - gesetzlich verpflichtet durch immer weitere Edikte von Macrotus. Diese werden durch die sogenannten Well Knights durchgesetzt. Wer von den Bürgern bei der Arbeit einen Unfall erleidet und überlebt wird prompt zum Heiligen der Lady ausgerufen - fortan ist jedwede Arbeit für den Heiligen verboten. Aus verständlichen Gründen treffen nun zwei dieser Heiligen, Imid Factallo und Elas Sil, die Zauberer & Mancy. Gerüchte von deren letzten Eskapaden haben Quaint erreicht und nun geben die Heiligen Bauchelain & Korbal Broach für ein stattliches Entgelt den Auftrag, ihren Regenten zu entmachten bzw. zu töten. Und zum Unglück für Quaints gereglten Alltag und zum Glück für den geneigten Leser willigen Bauchelain & Korbal Broach ein.


    The Healthy Dead ist unter den 5 Bauchelain & Korbal Broach Novellen meine zweitliebste, nur geschlagen von The Wurms of Blearmouth. Die Dialoge und die geradlinige Handlung waren flüssig zu lesen und haben mich immer wieder zum Grinsen gebracht, mit Mancys Eskapaden innerhalb von Quaint als meinen absoluten Favorit.


    Hin und wieder gab es zwar Szenen, bei denen ich den Humor nicht angebracht fand, aber im Großen und Ganzen hat mich diese skurrile Geschichte wieder mal sehr amüsiert. Gewisse Vorkenntnisse aus dem Malazan Book of the Fallen sind allerdings auch hier notwendig, wenn auch nicht so stark wie bei den anderen Novellen.


    Edit 04.04.:
    Da ich schon erwähnt habe, dass The Wurms of Blearmouth zurzeit mein Favorit unter den Bauchelain & Korbal Broach Novellen ist, folgt nun eine kurze Rezension dieser Novelle.


    Anfangs mal wieder der Klappentext:


    Tyranny comes in many guises, and tyrants thrive in palaces and one-room hovels, in back alleys and playgrounds. Tyrants abound on the verges of civilization, where disorder frays the rule of civil conduct and propriety surrenders to brutal imposition. Millions are made to kneel, and yet more millions die horrible deaths in a welter of suffering and misery.


    But leave all that behind and plunge into escapist fantasy of the most irrelevant kind. In the ragged wake of the tale told in Lees of Laughter`s End, those most civil adenturers, Bauchelain and Korbal Broach, along with their suitably phlegmatic manservant, Emancipor Reese, make gentle landing upon a peaceful beach, beneath a quaint village at the foot of a majestic castle. There they make acquaintance with the soft-hearted and generous folk of Spendrugle, which lies at the mouth of the Blear River and falls under the benign rule of the Lord of Wurms in his lovely keep.
    Make welcome, then, to Spendrugle`s memorable residents, including the man who should have stayed dead, the woman whose prayers should never have been answered, the tax collector everyone ignores, the ex-husband town militiamen who never married, the beachcomber who lives in his own beard, the now singular lizard cast who used to be plural, (…). And of course, hovering over all, the denizens of the castle keep, Lord – ah, but there lies this tale.


    Die Handlung setzt kurz nach den Ereignissen von The Lees of Laughter`s End ein; während Bauchelain & Mancy nach dem Schiffbruch am Strand landen, eilt ihnen Korbal Broach schon voraus, um im "idyllischen" Örtchen Spendrugle seinen zweifelhaften Neigungen nachzugehen. Von ersten neugierigen Ansässigen (Spilgit Purrble, ein Steuereintreiber; Felittle Generous, Tochter der Gasthausbesitzerin Feloovil und naiver Natur; und Whuffine Gaggs, Plünderer von Strandgut und mehr als er erscheint) begrüßt und ins Dorf geführt, treffen die drei Reisegefährten aber bald wieder zusammen und lernen auch schon den örtlichen Gesetzeshüter (und Vollstrecker) Hordilo Stinq kennen, der Bauchelain & Korbal Broach zu seinem Herrn, Lord Fangatooth Claw the Render, führt, während Mancy sich vorerst im örtlichen Gasthaus von den Strapazen der Reise erholen darf. Noch ahnen sie nichts davon, dass jeder Fremde per Dekret Lord Fangatooths hingerichtet wird ...


    Die Handlung und der Witz von Wurms of Blearmouth hat es mir einmal mehr angetan, es war wieder mal sehr flüssig zu lesen, Erzählstränge aus Lees of Laughter`s End werden weitergeführt, aber wie schon die anderen Novellen ist auch diese mehr was für die schon existente Fans der Welt, Neueinsteiger dürften hin und wieder eine Erklärung brauchen (z.B. was ein D`ivers ist).
    Die Szenen mit Felittle und Feloovil fand ich großteils nicht so berauschend - ansonsten aber wieder eine kurzweilige Geschichte, in der Steven Erikson seinen Sinn für Humor beweist.


    Nachfolgend im Spoiler noch ein paar meiner Lieblingsmomente:


    Es ist zwar schone eine ganze Weile her seit den letzten Posts, aber ich hoffe, die Thread-Nekromantie geht trotzdem in Ordnung.


    Wie auch Kurax bin ich durch den Anime erst auf den Manga gestoßen und mittlerweile auch auf dem deutschen Veröffentlichungsstand (Bd. 17, Kapitel 67). Die interessante Handlung, gekoppelt mit den gelungenen und sympathischen Charakteren, hat es mir einfach angetan - dazu noch der Zeichenstil von Adachitoka, der mir sehr zusagt.
    Im Gegensatz zu manch anderem Shounen bin ich bei Noragami ein großer Fan des Hauptprotagonisten, Yato. Die Mischung aus Komik (z.B. sein Glaube an Glücksbringer jeder Art, sein Hang zu Schabernack, seine künstlerischen Ergüsse ...) und Badass-Momenten ist einfach zu gut. Seit dem Bishamon-Arc bin ich auch ein großer Fan von Bishamon & Kazuma als Paar, was die OVAs nur noch weiter befeuert haben ;)

    Falls Mashima von der Umsetzung so stark enttäuscht sein sollte, dürfte er es eventuell auf Twitter/anderen sozialen Medien angedeutet haben; ich persönlich bezweifle aber auch, dass er das tun würde.


    Zur Idee für einen einzelnen Episodenthread: ich persönlich hätte nichts dagegen (manchmal ist der Startpost doch eine gewisse Hemmschwelle).

    Mir hat das Kapitel auch gut gefallen. Dimaria vs Wendy & Chelia könnte wirklich interessant werden ( und hoffentlich macht Dimaria jetzt auch wirklich Ernst, anstatt ihre Gegner zu demütigen).


    Dass sich Red Lightning auf ein Wetterphänomen beziehen könnte, war mir gar nicht bewusst; danke für den Hinweis, Inu. Beim Lesen dachte ich aber, dass es ein Hinweis auf Laxus geschwächten Zustand sein könnte.

    Zitat

    Das die kämpfe hier so abrupt abgebrochen wurden war mehr als dumm. So
    würde mich z.b. interessieren, wenn die Gegner schon so stark sind, wie
    man sich einfach so aus dem Staub machen konnte.

    Bei den Kämpfen kann ich nur zustimmen, das hätte man definitiv besser auflösen können. Wenn es wenigstens eine Szene gegeben hätte, in der ein Teil der Gildenmagier zurückgeblieben wäre, um Rückendeckung zu liefern ...

    Im Großen und Ganzen war es ein tolles Kapitel; die Szenen zwischen Lucy und Aquarius haben mir sehr gut gefallen.
    Einziges Manko war für mich der Kampf zwischen den Göttern von Ishgal, zumindest einen Teil des Kampfes hätte ich schon gerne gesehen (wäre mir persönlich lieber gewesen als Kaguras Rückblende). War nicht noch neben God Serena ein weiterer Spriggan/Magier beteiligt, der eine Assassine (mir ist der Name gerade entfallen)? Konnten die Vier wenigsten diesen besiegen?


    Mal abwarten, was sich Mashima da ausgedacht hat (wenigstens fällt Natsu als Retter in letzter Sekunde schon mal aus) ...

    Ich bin mittlerweile auch wieder auf dem aktuellem Mangastand und muss sagen, dass Mashima da wieder recht guten Stoff liefert. Die Geschichte um Brandish hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mir ihre Interaktion mit Aquarius die Situation kurz etwas ruiniert hat.
    Ob der/die neue Celestial Mage, der/die den neuen Schlüssel von Aquarius bekommen hat, noch eine größere Rolle spielen wird?


    Das Ende mit Natsu war wieder ein großer Cliffhanger, auch wenn ich es etwas seltsam fand, dass Happy erst in das Zimmer mit Lucy gekommen ist, anstatt Makarov oder Porlyusca aufzusuchen (hat die denn nicht mehr mit Cana vor der Tür gewartet?).


    Zuletzt noch der Kampf Kagura vs Dimaria. Da bin ich schon extrem gespannt darauf - die beide Schwertmeisterinnen unter sich ...

    Seit meinen letzten Eintrag ist ja wieder viel Zeit vergangen, daher wird das jetzt ein Sammelpost für meine Freizeit-Lektüre der letzten Monate:


    Verräter (von Aaron Dembski-Bowden):


    Der Schattenkreuzzug hat begonnen. Während die Ultramarines noch unter Kor Phaerons Überraschungsangriff auf Calth wanken, führt Lorgar den Rest der Word Bearers tief in das Reich von Ultramar. Ihre ungleichen Verbündeten, Angroon und die World Eaters, scheinen den wahren Zielen ihrer Mission gegenüber blind zu sein und lieber jede neue Zivilisation vernichten zu wollen, die ihnen in den Weg kommt – doch wo Lorgar seinen unberechenbaren Bruder einst getadelt hätte, scheint er nun sein rasendes Blutvergießen nur noch zu ermutigen. Welten werden brennen, Legionen werden in den Kampf ziehen und ein Primarch wird fallen … und das Schicksal der gesamten Galaxis hängt in der Schwebe.


    Verräter gehört für mich zu den Top-Büchern der HH-Reihe – ADB hat es wunderbar geschafft, den World Eaters als Protagonisten Tiefe zu geben und sie von ihren früheren, oft zweidimensionalen, Auftritten nochmal abzugrenzen. Es war interessant, den Roman komplett aus den Augen der Verräterseite
    zu sehen; während in Angelus Exterminatus noch die Crew der Sisypheum mit an Bord war, gibt es hier keine Loyalisten, aus deren Sicht der Leser das Geschehen mitbekommen könnte.


    Khârn und Argel Tal als Protagonisten-Gespann haben mir sehr gut gefallen, beide als Verkörperung ihrer Legionen – sowohl im Positiven wie auch im
    Negativen. Angron hat mit diesem Roman auch deutlich mehr Tiefe gewonnen und ich habe wirklich mit ihm mitgefühlt, als er
    schließlich auf Nuceria gelandet ist und an seine schlimmsten Momente in seinem Leben wieder erinnert wird - durch diesen Roman würde ich ihn sogar als eine der tragischsten Figuren der HH bewerten - nie dazu fähig sein ganzes Potential auszuloten, von einem erbarmungslosen Vater dazu gezwungen, seine Freunde sterben zu lassen und Jahrzehnte damit zugebracht, nur von einem Kampf zu m nächsten zu eilen.
    Interessant war, dass dieser Roman in in gewisser Sicht als Spiegelroman zu Angelus Exterminatus aufgebaut ist: in beiden Büchern haben wir zwei
    Primarchen, die sich gemeinsam einer Aufgabe stellen, beide sehr unterschiedliche Legionen, in beiden Handlungssträngen übernimmt ein Primarch die Rolle des Täuschers und der andere die Rolle des Getäuschten und in beiden erlangt einer der beiden Primarchen eine andere Existenzstufe.


    Des weiteren ist mir positiv die Rolle der Psioniker in den Reihen der World Eaters aufgefallen: ihre Abgrenzung durch ihre Legionskameraden, ihre bedeutende Rolle für Angron und besonders ihr Schicksal am Ende des Buches.


    Ein weiterer Charakter, der sich hier eine Erwähnung verdient hat, ist die Schiffskapitänin von Angrons Flaggschiff, Lotara Sarin: umgeben von übermenschlichen Kriegern, die im Grunde genommen nur tickende Zeitbomben sind, hält sie die Schiffsordnung noch mit eiserner Hand aufrecht. Ihr Mumm hat mich besonders beeindruckt, Vor allem als sie dem Marine Delvarus wegen Insubordination gegen den Helm schießt, wohl wissend, dass sie ihn damit nicht verwundet und ihn nur noch weiter reizen wird, und ihn dann noch unter Arrest stellt. Hut ab, Madame!


    So gut mir Lotara gefallen hat, so sehr habe ich einen weiteren Charakter gehasst: Erebus von den Word Bearers. Diese Schlange habe ich ja schon seit der eröffnenden Trilogie nicht leiden können, aber mit diesem Roman hat er einen neuen Tiefpunkt auf meiner persönlichen Skala gefunden und das mit keiner allzu großen Beteiligung an der Haupthandlung. Ich hoffe ja so sehr, dass er am Ende der Häresie die Rechnung dafür präsentiert bekommt, aber ich befürchte, dass er schließlich doch noch relativ ungeschoren davon kommt.


    Alles in allem, ein absolut lesenswertes Buch, auch wenn man zum Verständnis hierfür einiges an Vorwissen über die Häresie braucht, um die Geschichte zur Gänze genießen zu können.


    Imperium Secundus (von Dan Abnett):


    Weit draußen im Östlichen Spiralarm steht das Reich Ultramar allein da. Nachdem Roboute Guilliman, der Primarch der Ultramarines, den Angriff der Word Bearers auf Calth und den darauffolgenden Schattenkreuzzug durch die Fünfhundert Welten überstanden hat, ruft er nun alle loyalen Streitkräfte nach Macragge, um eine neue Zukunft für die Menschheit zu schaffen. Der galaxisweite Krieg treibt stetig mehr Flüchtlinge nach Ultramar, die Linie zwischen Freund und Feind verschwimmt und furchterregende Warpstürme schneiden Guilliman von Terra ab – plant er, die Macht zu ergreifen, wie es sonst nur Kriegsherr Horus wagen würde?



    Zu Imperium Secundus bin ich persönlich etwas zwiegespalten: der Schreibstil ist gewohnt gut, Abnett schafft es hervorragend, dieses Buch als Nexusbuch für viele vorherigen Handlungsstränge zu gestalten und die erste Hälfte der Handlung hat mir sehr gut gefallen, aber in der zweiten Hälfte haben sich Ereignisse gehäuft, die ich in dieser Form etwas fehl am Platze fand und mir die Lesefreude etwas verdorben haben.


    Aber alles der Reihe nach.



    Lord Devines Gottesgemahlin (von Gaham McNeill):


    In dieser Kurzgeschichte geht es um die Familienmitglieder des Hauses Devine, die später in Vengeful Spirit eine wichtige Rolle spielen. Es wird die Einswerdung der Söhne des Hauses Devine mit ihren Kriegsmaschinen thematisiert und man erfährt, wie es zu dem Stand der Dinge auf Molech zu Anfang von Vengeful Spirit kommt. Eine nette Kurzgeschichte, die jetzt Raeven Devine und Lyx weiterhin nicht zu Sympathieträgern werden
    lässt;für das Verständnis von Vengeful Spirit ist sie nicht wirklich erforderlich. Aber für alle, denen die Intrigen des Hauses
    Devine im dazugehörigen Roman gefallen haben, sicher ein kurzweiliger Lesestoff.


    Luna Mendax (von Graham McNeill):


    Luna Mendax ist eine Kurzgeschichte mit Garviel Loken als Protagonist; zeitlich gesehen spielt sie kurz nach den
    Geschehnissen von Grey Angel, in der Loken eine Mission auf Caliban ausgeführt hatte, und unmittelbar vor Vengeful Spirit.
    Hier bekommt man wirklich zu sehen, wie schlimm es um Lokens Geisteszustand steht und erfährt von seiner Motivation, weiter als Knight Errant tätig zu sein. Ganz klar eine Leseempfehlung von mir und mMn essentiell zum Verständnis der Nebenhandlung von Vengeful Spirit.


    Vengeful Spirit (von Graham McNeill):


    Once the brightest star in the Imperium and always first amongst his primarch brothers, Horus has dragged the Space Marine Legions into the bloodiest conflict the galaxy has ever seen. While their allies wage war on a thousand different fronts, the XVIth Legion descend upon the Knight world of
    Molech – home to the ruling House Devine, and a principal stronghold of the Imperial Army. The forces loyal to the Emperor stand ready to defy the Warmaster, but just what could have drawn Horus to attack such a well-defended planet, and what might he be willing to sacrifice to fulfil his own dark destiny?




    Blades of the Traitor:


    Across the war-torn galaxy, those sworn to Horus`s cause shake the Imperium to its very foundations. Before the traitors` relentless onslaught, the wisdom of ages past is lost and forgotten, daemons hide amongst the common people and the warp`s corrupting influence can be seen in almost every facet of the Heresy. For those who would become champions of the new order, there can surely be no redemption – only an etrenity of carnage and
    slaughter, and the laughter of thirsting gods …


    Bei Blades of the Traitor handelt es sich um einen kleineren Sammelband von Kurzgeschichten:
    Daemonology von Chris Wraight, Black Oculus von John French, Twisted von Guy Haley, Chrirugeon von Nick Kyme und Wolf Mother von Graham Mcneill.


    Mein Favorit darunter ist Daemonology: hier bekommen wir einen Einblick in Mortarions Gedanken, nach seinem Zusammentreffen mit dem Khan auf Prospero. Es wird näher auf seinen Grund für den Verrat am Imperator eingegangen und zeigt, wie weit Mortarion bereit ist zu gehen,um seine Ziele zu erreichen. Hoffentlich widmet man in naher Zukunft dem vielschichtigen Charakter von Mortarion einen ganzen Roman, die rund 25 Seiten lange
    Kurzgeschichte hat bei mir jedenfalls Interesse geweckt.


    In Black Oculus können wir einen Blick auf die Gedanken des Navigators auf Perturabos Flaggschiffs werfen. Die Geschichte war sehr kurz, es gab zwar ein paar Hinweise auf kommende Ereignisse für die Iron Warriors, allerdings jetzt nichts was man unbedingt zum größeren Verständnis lesen müsste.


    In Twisted spielt Maloghurst mit dem gleichnamigen Beinamen die Hauptrolle. Von seinesgleichen verachtet und von Dämonen gejagt, bieten ihm die Priester von Davin einen Ausweg an. Diese Kurzgeschichte hat mir gut gefallen, sie zeigt die Machtkämpfe im Herzen der Verräter auf; außerdem ist Maloghurst, durch sein Dasein als Versehrter inmitten der Söhne einer Welt voller brutaler Bandenkriege, ein durch und durch interessanter Charakter.


    Chirurgeon hatte ein paar neue Einblicke in Fabius` Erinnerungen. Es wirkte ein wenig auf mich, als ob man Fabius unbedingt etwas Menschlichkeit verleihen wollte. Mal sehen, wie sich diese Kurzgeschichte mit späteren Bänden über die Emperor`s Children verträgt.


    Wolf Mother ist meine zweitliebste Geschichte im Band: Zeitlich spielt er nach dem Untergang Molechs. Alivia Sureka wurde eines ihrer Adoptivtöchter von Chaoskultisten entführt und zusammen mit Mr Badass, dem Knight Errant Severian, versucht sie, das Kind zu retten, bevor es zu spät ist. Wieder
    gewohnt gute Arbeit von McNeill; sowohl Severian als auch Alivia sind coole Charaktere und mit dem Kampf gegen den Schlangenkult Molechs
    wird ein loser Faden aus Vengeful Spirit aufgearbeitet. Alivia scheint für den weiteren Verlauf der Häresie noch von Bedeutung zu
    sein; mal sehen, was da noch kommen wird …


    The Damnation of Pythos (von David Annandale):


    In the aftermath of the Dropsite Massacre at Isstvan V, a abttered and boodied force of Iron Hands, Raven Guard and Salamanders regroups on a seemingly insignificant death world. Fending off attacks from all manner of monstrous creatures, the fractious allies find hope in the form of human
    refugees fleeing from the growing war, and cast adrift upon the the tides of the warp.But even as the Space Marines carve out a sanctuary for them in the jungles of Pythos, adarkness gathers that threatens to consume them all …


    In Damnation of Pythos wird wieder der Blick auf die Legionen geworfen, die auf Isstvan V verraten und zerschmettert wurden. Diesmal handelt es sich um die Besatzung der Veritas Ferrum, vorher schon bekannt aus dem gleichnamigen Hörspiel. Damnation of Pythos stellt die Fortsetzung zum Hörspiel dar und erzählt, was die Gruppe aus Iron Hands, Raven Guard und Salamanders durchsteht. Für mich war dieser Roman insofern
    interessant, als dass er den psychischen Probleme aufzeigt, die die Iron Hands nach dem Verlust ihres Genvaters Ferrus Manus, der so unglaublich zentral für das Selbstverständnis der Iron Hands war, erleiden. Außerdem kommt hier ihre Unmenschlichkeit, die ihnen von anderen Legionen oft attestiert wird, deutlich zum tragen. In vielen früheren Publikationen der HH waren sie in dieser Hinsicht nicht schlimmer oder besser als manch andere Legionen, daher war es schön, dies nun zu sehen. Gerade im Gegensatz zu den Salamanders und Raven Guard, die doch zu den humanitärsten unter den Legionen gehören, war das ein interessanter Unterschied. Die allgemeine Stimmung war meiner Meinung nach auch viel düsterer als in vielen anderen
    Büchern, Chaos und seine Einflüsse kamen mir hier deutlich bedrohlicher vor als in den bisherigen Büchern. Leider war die Handlung ab einem bestimmten Punkt relativ geradlinig und etwas vorhersehbar; das und die Tatsache, dass die Handlung für den weiteren Verlauf eigentlich nicht wirklich von Bedeutung ist, tun diesem Roman nicht gut.


    Im Großen und Ganzen hat mir der Roman aber recht gut gefallen, vor allem durch seinen Fokus (nach langer Zeit wieder) auf den Iron Hands und Annandales Beschreibungen der Chaos-Bedrohung.



    Legacies of Betrayal:


    Only from out of great conflict can true heroes arise. With the galaxy aflame and war on an unimaginable scale tearing the Imperium apart, champions of light and darkness venture onto countless fields of battle in service to their masters.
    They ask not for remembrance or reward – simply to meet their destiny head-on, and only by embracing that destiny will they come to learn what the unseen future may yet hold for them …


    Bei Legacies of Betrayal handelt es sich um eine Anthologie, die eine große Anzahl früherer E-Short stories oder Hörspiele enthält. Leider kannte ich gerade die Hörspiele, plus die eine oder andere Kurzgeschichte, schon,
    sodass mir von 19 Kurzgeschichten nur 6 neu waren.


    Nichtsdestotrotz gibt es von mir eine klare Leseempfehlung, beim Großteil handelt es sich um recht gute Geschichten, sei es nun Warmaster, in der wir einen Einblick in Horus` Gedankenwelt bekommen; The Eightfold Path, in der man sieht, wie sich Khârn und die anderen World Eaters nach den Geschehnissen von Verräter langsam zu verändern beginnen; Butcher`s Nails, welches die Vorgeschichte zu Verräter erzählt; Riven,
    in der die Abgründe, die auf die Überlebenden der Iron Hands warten, näher erläutert werden; oder auch Thief of Revelations,
    welche einen Abstecher zu den Thousand Sons in ihrem Exil wagt.



    The Purge (von Anthony Reynolds):


    The Shadow Crusade spreads across Ultramar, with the Word Bearers 34th Company falling upon the isolated world of Percepton Primus. As the fighting draws out into a programme of extermination, embittered commander Sor Talgron begins to question his part in Lorgar`s grander scheme – for one
    who stood beside primarchs ad high lords in the grand halls of the Imperial Palace, what glory can there now be in punishing in Guilliman`s upstart sons? But the price of doubt is known all to well, and if the Word Bearers are ever to return to Terra in triumph, then they must purge the last remnants of such unbelief from the face of the galaxy …


    Ich konnte mittlerweile Die Klaue des Horus von Aaron Dembski-Bowden lesen, den ersten Teil der Black Legion-Reihe, bei der es sich sich um das Entstehen und das Reifen dieser berüchtigten Legion dreht. Wie immer konnte der Autor auch hier einen spannenden Roman abliefern, allerdings hatte das Buch für mich ein paar Schwächen, die meine Lesefreude getrübt haben. Aber zunächst kurz einmal der Klappentext:


    Zitat

    Als Horus fiel, fielen seine Söhne mit ihm. Die ehemaligen Luna Wolves sind eine gebrochene Legion, im Inneren zerrissen, von ehemaligen Verbündeten gejagt und führerlos im Wirbel des Chaos verstreut. Von Abaddon, dem mächtigsten Sohn des Kriegsherrn, hat seit Jahren niemand etwas gehört. Doch als Horus` Leichnam aus seiner letzten Ruhestätte geraubt wird, macht sich ein Bündnis ehemaliger Legionäre auf die Suche nach dem früheren Ersten Captain. Ihr Ziel: Abaddon davon zu überzeugen, sein Schicksal nicht länger zu leugnen und weiterzuführen, was Horus einst begonnen hat.


    Positiv sind mir wieder einmal die gelungenen Hauptcharaktere aufgefallen, wie z.B. Iskandar Khayon, den abtrünnigen Thousand Son, der sich von seiner eigenen Legion abgewandt hat, und für mich recht gut die Eigenschaften und Besonderheiten dieser Legion verkörpert, auch wenn ich seine psionischen Fähigkeiten zum Ende des Buches hin schon etwas übertrieben fand. Den World Eater Lheor Flammenfaust fand ich durch seine relativ einfache Art auch recht ansprechend; seine Interaktionen mit den Thousand Sons haben mir gut gefallen.
    Negativ aufgefallen sind mir im Laufe der Handlung immer wieder kleine Details, die vielleicht größtenteils auf meine falschen Erwartungen an den Roman zurückzuführen sind:


    Wie gesagt, Klaue des Horus bietet keine schlechte Unterhaltung und die Spannung bleibt eigentlich immer erhalten, aber durch ein paar Mängel in der Ausarbeitung der Handlung bzw. mancher Nebencharaktere wird die Lesefreude in meinen Augen etwas geschmälert. Hoffentlich nimmt sich ADB in den Folgeromanen etwas mehr Zeit auf die Charaktere einzugehen und sie nicht einer schnellen Handlung zugunsten zu opfern.

    Das Kapitel hat mich auch positiv überrascht. Mit dem Auftauchen von Marin Hollow und Brandish sind anscheinend schon sehr starke Gegner aufgetaucht. Ich hätte nicht erwartet, dass Erza so schnell aus dem Verkehr gezogen werden würde. Da sind ist Team A von FT ja wirklich an den völlig falschen geraten.


    Zur Reaktion von Gray: Ich könnte mir vorstellen, dass die Magie von Brandish ihn an Deliora erinnert; vielleicht handelt sich bei Brandish aber auch um eine Devilslayer-Magierin. Mal sehen, was sich Mashima hier ausgedacht hat :)


    Ich bin schonmal gespannt auf nächste Woche ...

    Ich kann mich dem nur anschließen, war eine sehr gelungene Folge. Der Part mit Jellal gegen Oracion Seis hatte mir zwar jetzt nicht so gut gefallen (rein storytechnisch gesehen), aber gut. Ich habe mich dabei gefragt, wieviel Doranbolt Cobra denn abgekauft hat; indem er ihnen Jellal auf den Hals hetzt, scheint er ja um deren Loyalitäten schon sehr besorgt gewesen sein bzw. möglicherweise eine Allianz von OS mit Tartaros befürchtet zu haben.


    Die Szene mit Elfman und Seilah hat mir sehr gut gefallen (die gute dürte ja mein Favorit aus Tartaros sein) und hat bei mir schon Vorfreude auf die nächsten Folgen gemacht.


    Zitat

    Was mich wirklich gestört hat, war die Zensur. Dass Erza ihr Shirt an hat (und dass Natsu und Lisanna nächste Woche ebenfalls bekleidet bleiben), damit kann ich wirklich leben, aber Erza schreit sich die Seele aus dem Leib, sie ist wirklich am Ende durch Kyokas Folter (von der man auch nicht wirklich viel gesehen hat), und sie trägt einfach keine Verletzung davon. Im Manga ist sie später ja von Verletzungen und Narben übersäht. Das nimmt so ein bisschen die Ernsthaftigkeit, wobei man hier fairerweise auch die Synchronsprecherin loben muss: Sie hat Erzas Schmerz wirklich perfekt rüber gebracht. Wenn sie die erhöhte Schmerzwahrnehmung jetzt schon so gut rüber bringt, will ich nicht wissen, wie sehr sie beim Synchronisieren sterben muss in Folge "00:00". Whaaa - ich bin sehr gespannt!


    Ja, beim Zeigen der Verletzungen hätten sie ruhig mehr zeigen können; die Synchronsprecherin hat hier aber, wie du schon sagtest, ganze Arbeit geleistet, sodass man die Schwere der Folter als Zuschauer gut begreift (auch wenn ich glaube, dass die Folter wesentlich bedrohlicher rübergekommen wäre, hätte sich Kyouka anstatt ihrer Magie verschiedenster Folterwerkzeuge bedient).


    Ich freue mich mal schon auf nächste Woche :)